Für Interessierte am Salon vom 23.11.2025
Erstmal lieben Dank an die, die dabei waren und so rege mitgelauscht und -diskutiert haben. Und nun die gute Nachricht für alle Teilnehmenden, vor allem aber für alle, die nicht dabei sein konnten: Wir haben den Salon am 23.11. bei uns in wesentlichen Teilen aufnehmen lassen und ihr könnt ihn Euch nun via Internet anhören. Nadja Raabe, die den Podcast: „Guten Morgen Berlin“ – nach dem irren Song von Peter Fox - seit Anfang 2023 betreibt („Berlin, Du kannst so hässlich sein“), hat wesentliche Teile des Salons als 9. Folge der Staffel 2 ihres Podcasts eingestellt.
Ihr findet die Audiodatei, wenn ihr: „Guten Morgen Berlin - Stefan Stache und der Friedenauer Salon“ googelt.
Am Anfang redet Nadja eine halbe Stunde über die Lage der SPD mit unserem Salonkommentator Stefan Stache, wiss. Mitarbeiter an der Uni Kassel und langjährigem Chefredakteur der Zeitschrift „spw“ vom linken SPD-Flügel.
Es folgt die ausführliche Key note von Demokratieforscher und Politologen Prof. Dr. Roland Roth sowie der Kommentar vom bereits genannten Stefan Stache. Dazwischen moderiert meine Wenigkeit.
Ich habe mich sehr gefreut, dass unsere gescheiten und – man höre! – teilweise witzigen Debatten nun nicht dem Vergessen anheimfallen müssen, sondern dass – wer dabei war – reinhören kann, um den einen oder anderen Gedanken zu vertiefen. Und wer nicht dabei war, kann dennoch Keynote und Impuls hören, plus den SPD-Kenner Stefan Stache zur Lage der Partei.
Das ist auch deshalb wichtig, weil eine wesentliche Erkenntnis unserer Diskussion war, dass wir eigentlich keine Krise der Demokratie haben, sondern der etablierten Parteien. Und alles, was die letzten Jahre – neben dem unleugbaren Rechtstrend – auch gewachsen ist an Vielfalt, Toleranz und Beteiligung, setzt sich leider nicht um, so lange die etablierten Parteien entweder die Rechten Inhalte übernehmen wie Dobrindt und Co. – oder inhaltlich blass und unklar bleiben wie die SPD – oder sich ausbremsen lassen wie die Grünen in der Ampel. Rupert Klein hat gefragt, was geschehen muss, damit Parteien nicht nur windschnittige PR-Manager ihrer Selbst aufstellen, sondern wieder Menschen, denen es um Lösungen, ums Ganze geht.
An dieser Frage sollten wir weiterarbeiten, wollen wir nicht zusehen, wie die Truppe um Merz und Klingbeil als selbst erklärt letzten Patrone als Rohrkrepierer endet… Das demokratische Potenzial war nie größer als heute, wie Roland Roth uns ermutigend zurief. Nun geht es „nur“ noch darum: wie bringen wir das auch in die praktische Politik?
Damit befassen wir uns sicher im Landtagswahljahr 2026. Schon bald werden wir die Audiodatei des Salons auch mit unserer Website geradegerueckt.de verlinken. Hört gern mal hinein, es lohnt sich,